

Bei hervorragendem Segelwetter mit Sonnenschein und gut 3 Bft Wind wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg. Seglerisch wurde am Samstag Morgen auf den angemieteten Poly-Falk Booten das Koevorde Meer erkundet.
Das Revier stellt durchaus einige Ansprüche, denn der Prinses Margrit Kanal läuft direkt vor der Hafenausfahrt durch den See. Einerseits ist auf den Schiffsverkehr auf dem Kanal zu achten, der Vorrang vor allen querenden Booten hat. Dieses Vorrecht hat nicht nur die Berufsschifffahrt sondern jedes Boot, das längs im Fahrwasser auf der Steuerbordseite fährt. Segeln im Kanal ist verboten, es sei denn, ein Motor ist sofort einsatzbereit. Eine weitere Schwierigkeit ist der insgesamt recht flache See mit vielen untiefen Stellen, auf denen man selbst mit den Falks festkommen kann. Wenn der Außenborder nicht hilft, wieder frei zu kommen, dann vielleicht eine lange Stake, mit der man sich wieder in tieferes Wasser drücken kann. Im schlechtesten Fall muss ein Crew-Mitglied ins Wasser und das Boot frei schieben. Die ganze Bandbreite dieser Möglichkeiten wurde von verschiedenen Crews ausprobiert.


Am Nachmittag startete die Regatta mit 2 Läufen. Zum einen wurde deutlich, dass ein guter Start schon ein wichtiger Vorteil ist, um vorne mitzusegeln. Noch wichtiger ist aber, permanent aufmerksam zu segeln. Auf der Startkreuz wurde meist schon die Plazierung entschieden, wenn auf kleine Winddreher geachtet und immer mit optimaler Höhe am Wind gesegelt wurde. Aber selbst bei halbem Wind konnte durch stetes Arbeiten an Segel- und Gewichtstrimm die Geschwindigkeit optimiert und noch ein Platz gut gemacht werden. Auch die Regelkunde war wichtig - hieran muss vielleicht noch etwas gearbeitet werden. Letztlich war natürlich auch festzustellen, dass die insgesamt recht guten Mietboote nicht alle gleich schnell segeln. Deshalb wurden nach jeder Wettfahrt die Boote gewechselt. Am Ende des Tages führte Johannes Baston mit seiner Frau Gabi als Vorschoterin mit einem Punkt vor Willi Häuser und dem Vorsitzenden und Vorjahresgewinner Wolfgang Hilgenstock.


Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite, so das bei fast gleichen Windverhältnissen ein 3. Lauf in der Wettfahrt Serie stattfinden konnte. Wieder erwischten Johannes und Gabi einen guten Start - was übrigens allen Teilnehmern deutlich besser als am Vortag gelang. Als erste an der Luvtonne ließen sich die beiden ihren Vorsprung nicht mehr nehmen und gewannen mit diesem Lauf eindeutig die Vereinsmeisterschaft.

Im Anschluss an die Regatta segelte die RaSC Flotte über den Johan Friso Kanal in das Heeger Meer. Aud dem Kanal ist seit kurzem statt einer beweglichen Brücke, an der sich der Bootsverkehr immer aufstaute, durch einen Aquadukt ersetzt. Damit ist Heeg selbst an schönen Wochenenden ohne Wartezeiten zu erreichen. Das Revier ist wesentlich größer als das Koevoeter Meer. Durch die vielen Jachthäfen ist hier aber auch deutlich mehr los. Auch außerhalb der Fahrwasser mussten wir ständig auf die vielen anderen Boote und auf Windsurfer aufpassen. Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen - hat es allen viel Spaß gemacht. Selbst unsere FREE, ein kleiner Kajütkreuzer, hat hier meist genug Tiefgang, um die Falks zu begleiten. Nach einer Pause im Inselhafen ging es zurück zu unserer Basis. Die Boote wurden aufgeklart, und bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse am Hafen klang das Segelwochenende aus.